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Betäubung

 

Tierversuche sind nicht grausam und die Tiere leiden dabei auch nicht, weil sie ja in Narkose, also betäubt sind.

 

Manche Tierversuche werden in Narkose durchgeführt. So werden Schafen und vielen anderen Tieren zum Beispiel unter Narkose Löcher in die Verdauungsorgane geschnitten. Dann näht man ihren Darm an der Haut fest und verschließt das Loch mit einem Stöpsel. So kann man dann später jederzeit in die Tiere hineinfassen, wie in einen Eimer.

 

Die Tiere sind zwar während solcher und anderer Operation in Narkose. Allerdings wachen sie danach auch wieder auf und müssen dann die Schmerzen an den zerschnittenen Körperteilen oder gebrochenen Knochen bei vollem Bewusstsein aushalten. Die Operation brauchte man, um den Tieren künstlich Krankheiten und andere Schäden zuzufügen, die sie normalerweise gar nicht bekommen würden.

 

Die Versuche gehen oft erst nach der Operation richtig los.

 Man kann dann ausprobieren, was passiert, wenn man manche Tiere mit Krankheitserregern infiziert, andere nicht. Oder man beobachtet, wie viele Tage oder Wochen Ratten, denen man ein Stück der Leber von Meerschweinchen eingepflanzt hat, nach dieser Operation überleben. Oder man probiert aus was passiert, wenn man Tieren nach einer Operation unterschiedliche Medikamente gibt, und und und.

 

All diese „Behandlungen“ müssen die Tiere bei Bewusstsein aushalten, denn man will schließlich beobachten, was mit ihnen passiert und das kann man nicht beurteilen, wenn sie betäubt sind.

 

 

 

Übrigens, viele Tiere finden es überhaupt nicht witzig, wenn sie betäubt werden. Sie haben dabei oft furchtbare Angst, denn sie wissen nicht, was los ist, warum ihnen schwindelig wird und wieso sie sich auf einmal nicht mehr bewegen können. Die Menschen können ihnen nicht erklären, dass das gemacht wird, damit sie keine Schmerzen haben. Und bei Tierversuchen würde das ja auch nicht stimmen, weil das, was nach der Operation kommt, ja oft ganz furchtbar für die Tiere wird.

 

 

Vielleicht habt Ihr schon einmal gesehen, wie ein Tierarzt ein Tier narkotisiert hat und wie es danach wieder aufgewacht ist. Das kann sehr schnell gehen, aber auch sehr lange dauern und dem Tier viel Angst machen. Tiere im Versuchslabor haben außerdem noch Angst vor den Tierexperimentatoren. Wenn die etwas mit ihnen machen, ist das ja immer unangenehm oder schmerzhaft und sie sehen in ihnen keine Freunde, denen sie vertrauen können.

 

Dass Tiere bei manchen Versuchen für einige Zeit in Narkose liegen, heißt also nicht, dass sie bei Tierversuchen nicht leiden. Es gibt sogar Versuche, die gerade deshalb gemacht werden, um die Schmerzen der Tiere zu untersuchen.

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.