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Forschung ohne Tierversuche

 

Tierversuchsfreie Methoden können Tierversuche nicht ersetzen. Wenn man wissen will, wie der Blutkreislauf oder das Immunsystem funktionieren, dann braucht man ein ganzes lebendes Wesen.

 

Natürlich sind tierversuchsfreie Methoden, also Computer, Zellkulturen oder chemische und andere Methoden nicht das Gleiche, wie ein ganzes lebendes Wesen. Sie können aber viele Vorgänge, die in ganzen lebenden Wesen ablaufen, zeigen. Dabei ist ihr großer Vorteil, dass sie mit Körperteilen und Vorgängen von genau den Lebewesen arbeiten, über die sie etwas herausfinden sollen, über die Menschen.

 

Bei Tierversuchen hat man es zwar mit einem ganzen lebenden Wesen zu tun. Allerdings ist dieses Lebewesen kein Mensch, sondern ein Tier. Es ist an vielen Stellen anders aufgebaut als ein Mensch. Und es reagiert häufig anders als ein Mensch. Ein Tier kann dem Tierexperimentator auch nicht sagen, was es empfindet, zum Beispiel ob es Kopfschmerzen hat oder ihm schwindelig ist.  Wenn jemand behauptet, dass Tierversuche besser sind, als die tierversuchsfreien Methoden, dann sollte er es beweisen können. Denn schließlich bedeuten Tierversuche eine große Quälerei. Trotzdem müssen alle Deutschen sie mit ihren Steuern bezahlten.

 

 

Kein Tierexperimentator konnte jemals beweisen, dass Tierversuchsforschung besser ist, als tierversuchsfreie Forschung und dass es ohne Tierversuche keine Medizin mehr gibt. Es gibt aber Untersuchungen, die bewiesen haben, dass Tierversuche einerseits extrem wenig Nutzen bringen und andererseits Menschen gefährden und schädigen können (mehr darüber)

 

So wurde zum Beispiel ein Medikament, es heißt TGN 1412, ausführlich an Tieren getestet und gut vertragen. Danach gab man es Menschen und die wurden schwer krank und wären fast gestorben. Und dass, obwohl die Tierexperimentatoren vorher Affen 500 mal soviel TGN 1412 gegeben und die Tiere es gut vertragen hatten!

 

Nach der TGN 1412-Katastrophe hat man herausgefunden, dass eine tierversuchsfreie Testmethode an menschlichen Zellkulturen die gefährliche Wirkung des Medikamentes voraussagen, die Menschen also hätte schützen können! Dies ist ein gutes Beispiel für die Gefährlichkeit von Tierversuchen und den Vorteil von tierversuchsfreier Forschung.

 

Weil es viele solche Beispiele gibt, sind eine Menge Menschen, auch viele Ärzte und Wissenschaftler, davon überzeugt, dass die Medizin heute bereits viel besser wäre, wenn man nicht angefangen hätte, an Tieren herumzuexperimentieren. Leider ist bis jetzt nämlich ja nur ein Drittel aller Krankheiten heilbar.

 

Die Tierexperimentatoren haben allerdings aus der Katastrophe mit TGN 1412 nichts gelernt. Statt mit den Tierversuchen aufzuhören und nun tierversuchsfrei zu forschen, möchten sie nur mehr Tierversuche mit noch mehr Tieren verschiedener Arten machen. Überleg einmal selbst, was wohl für Menschen und Tiere besser ist: Tierversuche oder tierversuchsfreie Forschung?

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.