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Geheimsache Tierversuch

 

Viele Menschen verdienen mit Tierversuchen viel Geld oder sind dadurch berühmt geworden. Es ist für sie leichter einfach weiter zu machen, wie bisher, als etwas Neues lernen müssen. Sie alle zusammen sind sehr mächtig und haben großen Einfluss auf die Politiker und darauf, was in Zeitungen und Büchern geschrieben und im Fernsehen gezeigt wird. Deshalb sind  Tierversuche immer noch erlaubt. Die Gesetze, die Tierversuche regeln, werden von Politikern gemacht. Und nur Politiker können die auch wieder ändern. Das tun sie aber nur, wenn sich genug Bürger darüber beschweren. Weil die Tierversuche so streng geheim gehalten werden, wissen aber erst ziemlich wenige Menschen über Tierversuche Bescheid. Es müssen erst noch mehr werden, damit die Politiker sie ernst nehmen und Tierversuche verbieten.

 

                                  

 

Damit alle von Tierversuchen erfahren, wollen Tierfreunde, dass darüber genau Buch geführt wird. Jeder Mensch soll die Beschreibungen und Ergebnisse der Tierversuche lesen können. Und es muss aufgeschrieben werden, wie viel Geld sie kosten, und gezeigt werden, wie die Tiere leiden.

 

Wenn man diese ganzen Angaben über Tierversuche aufschreiben würde, dann wäre das eine „Datenbank“. Aus dieser Datenbank könnte jeder ganz leicht alles über Tierversuche erfahren, was er wissen möchte: wie sehr die Tiere leiden, ob dadurch Menschen gerettet worden sind oder nicht, wie viele Menschen aufgrund oder dieser Tierversuche gestorben sind, was die Versuche gekostet haben, wer sie gemacht hat usw...

 

Nur durch Bekanntmachung aller Tierversuche können die Menschen sich eine eigene Meinung bilden. Sie können dann entscheiden, ob sie wollen, dass Tiere im Tierversuch leiden oder nicht. Wir leben in Deutschland nämlich in einer Demokratie. Das bedeutet eigentlich, dass die Bürger bestimmen, was gemacht wird und was nicht. Dazu müssen sie aber wissen, was gemacht wird. Das ist in Bezug auf Tierversuche nicht der Fall.

Solange die Tierversuche geheim gehalten werden, hat das nicht viel mit einer Demokratie zu tun. Wir finden, das muss unbedingt anders werden. Außerdem sollte man in den Laboratorien Filme drehen, und wer sich Versuche ansehen will, der sollte das auch dürfen.

 

Alle Deutschen bezahlen Tierversuche - auch die Tierversuchsgegner – ob sie wollen, oder nicht. Mit allem, was Du kaufst, bezahlst Du auch ein bisschen Tierversuche, denn in allen Preisen sind Steuern enthalten. Damit bezahlt der Staat auch die Arbeit der Tierexperimentatoren. Wer Tierversuche bezahlen muss, sollte auch zu sehen bekommen, was mit seinem Geld gemacht wird.

 

Wenn die Tierexperimentatoren nichts Schlimmes tun, gibt es auch keinen Grund, das geheim zu halten. Tierexperimentatoren dürfen zwar die Ergebnisse ihrer Versuche bekannt machen. Sie müssen das aber nicht. Das bedeutet, wenn ein Versuch ein Ergebnis hatte, welches ihnen nicht gefällt, oder wenn er besonders grausam war, dann können sie das einfach verschweigen.

Die Folge davon ist auch, dass Versuche immer wieder gemacht werden, weil viele die gleiche Idee haben. Derjenige, bei dem der Versuch nicht klappt, sagt das aber keinem und andere Forscher probieren es dann wieder von neuem. Immer mehr Tiere müssen dafür leiden. Die Menschen erfahren natürlich auch nichts von den ganzen Grausamkeiten. Man muss sich mit Tierversuchen schon sehr gut auskennen, um Informationen darüber überhaupt zu finden. So ist es natürlich schwer, sich eine eigene Meinung zu bilden.

 

Wenn alle sehen würden, wie grausam Tierversuche sind, wie wenig sie bringen, wie viel Schaden sie anrichten und wie viel Geld sie kosten, dann würden die meisten sofort ihre Abschaffung fordern. Übrigens hier unter Nützlich oder nutzlos? erfährst Du, was Tierversuche so bringen.

Kaum jemand weiß, dass es immer noch keine Datenbank für Tierversuche gibt. Wenn die Versuche gemacht worden sind, fragt niemand danach, wie es den Tieren dabei ging und was dabei eigentlich herausgekommen ist. Wenn jemand behauptet, „Tierversuche müssen sein“, dann hätte er wenigstens überprüfen müssen, ob sie mehr nützen oder mehr schaden. Das geht aber ohne Datenbank gar nicht.

 

Den Satz „Tierversuche müssen sein“ haben sich diejenigen ausgedacht, die damit ihr Geld verdienen. Besser als ihn einfach nachzuplappern ist, sich über Tierversuche schlau zu machen. Die Entscheidung, ob Menschen Tieren so etwas antun dürfen, fällt vielen dann ganz leicht.

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Prüfe Dein Wissen:

 

1. Wie denkst Du selbst darüber, dass wir gezwungen sind, Tierversuche zu bezahlen, die wichtigsten Dinge darüber aber nicht erzählt bekommen?

 

2. Warum, glaubst Du, wird das gemacht?

 

3. Aus welchen Gründen ist eine Datenbank, in der alle Tierversuche bekannt gemacht werden, so wichtig?

 

4. Wie kann es passieren, dass manche Tierversuche immer wieder gemacht werden, sogar wenn sie nicht klappen?

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.