Kontakt       Impressum       Datenschutz

Keine Tierqälerei?

 

Tierversuche sind keine Tierquälerei, denn sie sind gesetzlich erlaubt.

 

Laut Tierschutzgesetz sind Tierversuche tatsächlich ausdrücklich erlaubt. Danach dürfen Menschen Tieren jedes erdenkliche Leid zufügen, wenn sie dafür einen „vernünftigen Grund“ nennen können. Und wenn Menschen forschen wollen, dann ist das für sie ein vernünftiger Grund. Alles, was Menschen irgendwie nützlich vorkommt, kann als vernünftiger Grund betrachtet werden. Die Tierexperimentatoren sind der Ansicht, sie quälen die Tiere deshalb nicht, weil sie sich dabei ja an das Tierschutzgesetz halten. Sie finden Tiere zu vergiften, zu verletzen oder ihnen schmerzhafte Krankheiten anzuzüchten, wäre nur dann Tierquälerei, wenn es auch verboten wäre.

 

Einem Tier, welches Qualen erleidet, ist es vollkommen egal, ob derjenige, der es quält, damit gegen ein Gesetz verstößt oder nicht. Das Tierschutzgesetz wurde von Menschen gemacht. Es liegt nahe, dass Menschen eher Gesetze zu ihrem eigenen Vorteil machen, als zum Schutz von Tieren, die sich ja nicht beschweren können.

 

Sicher hast Du schon einmal gehört, dass Gesetze früher erlaubten, dass man so genannte „Hexen“ furchtbar folterte und schließlich auf einem Scheiterhaufen verbrannte. Diese „Hexen“ waren Frauen, die manchen Leuten verdächtig vorkamen, weil sie sich zum Beispiel mit Heilkräutern auskannten. Man fürchtete, sie seien mit dem Teufel im Bunde und hielt es für eine gute Tat sie zu foltern. Man wollte damit angeblich den Teufel in ihnen unschädlich zu machen.

 

Man durfte früher auch Menschen bestimmter Herkunft als so genannte „Sklaven“ halten und quälen. Meinst Du, dass ein Mensch, dem jemand Schmerzen zufügt, deshalb keine Qual empfindet, weil sein Peiniger sich dabei an die Gesetze hält?

 

Kein Tierexperimentator konnte jemals beweisen, dass Tierversuchsforschung besser ist, als tierversuchsfreie Forschung und dass es ohne Tierversuche keine Medizin mehr gibt. Es gibt aber Untersuchungen, die bewiesen haben, dass Tierversuche einerseits extrem wenig Nutzen bringen und andererseits Menschen gefährden und schädigen können (mehr darüber)

 

So wurde zum Beispiel ein Medikament, es heißt TGN 1412, ausführlich an Tieren getestet und gut vertragen. Danach gab man es Menschen und die wurden schwer krank und wären fast gestorben. Und dass, obwohl die Tierexperimentatoren vorher Affen 500 mal soviel TGN 1412 gegeben und die Tiere es gut vertragen hatten!

 

Also mir persönlich wäre es ziemlich egal, welche Gründe jemand dafür nennt, wenn er mir meine Beine bricht. Ob er es deshalb tut, weil er keine Hunde mag, oder weil er etwas über Beinbrüche beim Menschen erforschen will, macht für die furchtbaren Schmerzen, die ich dann hätte, absolut keinen Unterschied.

 

 

Tierversuchsgegner meinen mit dem Wort „Tierquälerei“, dass einem Tier Qualen zugefügt werden, es also Qualen erleidet. Und diese Qualen werden nicht dadurch weniger, dass man behauptet, sie dienten einem guten Zweck und seien gesetzlich erlaubt.

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.