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Medizin: an Tieren getestet - macht Menschen krank

 

Hast Du schon einmal gehört, dass Tierversuche gemacht werden, um Menschen vor Krankheiten schützen? Dass Menschen jedoch trotz der Tierversuche krank bleiben, dadurch sogar erst krank werden oder sterben, hast Du wahrscheinlich noch nicht so oft gehört, oder? Darüber sprechen Tierexperimentatoren, Medikamentenhersteller und Politiker, die Tierversuche erlauben, nämlich nicht so gerne.

 

Deshalb nennen wir gleich ein paar Medikamente, die an Tieren getestet wurden und danach Menschen geschadet haben. Nach dem Lesen kannst Du selbst entscheiden, was Du von Tierversuchen hältst.

 

Medizin für ZuckerkrankePillen zum SchlankwerdenSchmerzmittel Weißt Du, was "Zuckerkrankheit" ist? Falls nicht, sieh einmal hier nach. Nachdem es an Tieren ausprobiert worden war, nahmen zuckerkranke Menschen jahrelang das Medikament "Avandia" ein. Mit der Zeit fiel auf, dass sie fast doppelt so oft einen "Herzinfarkt" oder einen "Schlaganfall" bekamen, wie jene, die andere Medikamente genommen hatten. Die Ärzte gegen Tierversuche hatten schon lange vor Avandia gewarnt. Jetzt wird untersucht, wie viele Menschen an diesem Medikament gestorben sind. Das Mittel darf auf jeden Fall in Europa nicht mehr verkauft werden. Bei manchen Formen der Zuckerkrankheit helfen nur Medikamente. Oft wird sie allerdings auch durch ungesunde fleisch- und fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht usw. hervorgerufen. Viele Menschen brauchten, wenn sie ihre Lebensgewohnheiten verbessern würden, überhaupt keine Medikamente wie Avandia. Allerdings würden die Medikamentenhersteller weniger Geld verdienen, wenn die Menschen sich mit ihrer gesunden Ernährung sozusagen selbst behandeln würden. Vielleicht hört man deshalb so wenig von dieser Möglichkeit. • Weitere Beispiele für gefährliche Medikamente: Liste der Risikomedikamente als PDF oder online ansehen.Seit Jahrzehnten wünschen Menschen sich Pillen, die schlank machen. Immer mal wieder werden solche Pillen erfunden, an Tieren ausprobiert und später an Menschen verkauft. Und immer wieder stellt sich nach einigen Jahren heraus, dass sie nicht schlank, aber dafür krank machen. Solche Pillen sind z.B. "Jogun", "Xenical", "Vita-Schlanktropfen Schuck", "Rondimen" und viele andere. Angebliche Schlankmacher verursachten bei Menschen lebensgefährlichen Bluthochdruck und Herzschäden, lebensgefährliche Darmverschlüsse, Angstzustände und vieles mehr. So wurde vor kurzem erst die Pille "Acomplia" wegen ihrer gefährlichen Wirkung auf den Menschen vom Markt genommen. • Weitere Beispiele für gefährliche Medikamente: Liste der Risikomedikamente als PDF oder online ansehen.Medikamente, die Menschen bei Schmerzen oder Rheuma helfen sollten, richteten in den letzten Jahren großen Schaden an und verursachten sogar den Tod etlicher Menschen. "Vioxx", "Bextra" oder "Prexige" verursachten Herzinfarkte, Schlaganfälle oder schwere Haut- oder Leberschäden.  Liste der RisikomedikamenteDies sind nur wenige Beispiele für unzählige Medikamente, die nach Tests an Tieren bei Menschen schlimme Folgen verursachen. Chemikalien oder Medikamente, die im Tierversuch ungefährlich erscheinen, sind oft schädlich für Menschen. Trotzdem dürfen sie verkauft werden. Es dauert oft lange, bis die schädlichen Folgen bekannt werden. Bei Ärzte gegen Tierversuche gibt es eine Liste der Risikomedikamente, die Du hier als PDF herunterladen  und bestellen oder hier online ansehen kannst. Dort werden weitere Beispiele für gefährliche Medikamente genannt. Auch das sind nur Beispiele für noch viel mehr gefährliche Medikamente.

 

Nur ein Alibi, wenn Menschen etwas passiert

Wenn ein Medikament beim Tier z.B. gegen Kopfschmerzen hilft und keine erkennbaren Nebenwirkungen auftreten, dann bedeutet das nicht, dass es beim Menschen genauso wirkt. Vielleicht wirkt es zwar auch hier gut gegen Kopfschmerzen, führt aber gleichzeitig einen Herzinfarkt herbei. Was beim Menschen passiert, weiß man erst, wenn eine größere Anzahl von Menschen das Medikament ausprobiert hat.

Stellt sich im Nachhinein heraus, dass Menschen und Tiere bei diesem bestimmten Medikament ähnlich reagieren, dann hat uns der Tierversuch überhaupt nichts genützt. Die Frage, ob Menschen genauso reagieren werden wie die Tiere, bleibt nämlich immer offen.

 

Wenn Menschen von Medikamenten krank werden oder sogar sterben, werden die Ergebnisse von Tierversuchen als Rechtfertigung dafür benutzt, dass man diese Medizin überhaupt verordnet hat. Dabei weiß jeder Wissenschaftler, dass die Tierversuchsergebnisse in Wirklichkeit nicht auf Menschen übertragbar sind. Trotzdem werden die Tierversuche weiter gemacht und als Ausrede benutzt, wenn Menschen etwas passiert.

 

Pro Jahr müssen etwa 210.000 Deutsche wegen schwerer Nebenwirkungen von Medikamenten, die alle im Tierversuch getestet wurden, ins Krankenhaus. Tausende von ihnen sterben an den Folgen. Trotzdem gibt es Medikamentenhersteller, Tierexperimentatoren und Politiker, die weiter behaupten, dass Tierversuche Medikamente sicher machen. Wer krank ist und wenig über Tierversuche weiß, der glaubt das dann.

Wie Du oben gelesen hast, ist leider oft das genaue Gegenteil der Fall.

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Prüfe Dein Wissen:

 

1. Erkläre am Beispiel zweier Medikamente, dass an Tieren getestete Medikamente für Menschen gefährlich sein können.

 

2. Warum werden Tierversuche gemacht, wenn Medikamente doch beim Menschen ganz andere Wirkungen haben können, als beim Tier?

 

3. Wie könnte man die Wirkung von Medikamenten sinnvoll testen? Antworten findest Du hier auf den Seiten von Harry hilft Tieren.

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.