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Tierfreie Forschungsmethoden im Überblick

 

Es gibt heutzutage schon viele verschiedene Methoden ohne Tierversuche. Sie sind billiger als Tierversuche und komplett auf den Menschen übertragbar – anders als Ergebnisse aus Versuchen an Tieren. Oft liefern sie außerdem schneller ein Ergebnis.

 

Hier siehst du die Methoden im Überblick.

 

In-vitro-Systeme: In-vitro-Methoden (von lateinisch »im Glas«) nennt man Versuche, die im Reagenzglas durchgeführt werden und im Gegensatz zu »In-vivo- Methoden« (von lateinisch »am Lebenden«) ohne lebende Tiere auskommen. Diese Systeme arbeiten mit menschlichen Zellen und Gewebe, die z.B. aus Operationen stammen.

 

Organ-Chip: Es gibt sie schon für verschiedene menschliche Organe, z.B.: Herz, Niere, Leber. Das heißt, verschiedene Substanzen können an menschliche Organzellen getestet und direkt für den Menschen übernommen werden.

 

Miniorgane: Mit dieser Methode ist es möglich, z.B. menschliche Hautzellen in Stammzellen „zurückzuprogrammieren“. Stammzellen werden die Zellen genannt, die sich in jedes beliebige Organ ausformen können. Anschließend können menschliche „Miniorgane“ gezüchtet werden.

 

Microdosing: Bei dieser Technik wird im Bereich der Arzneimittelforschung eine extrem kleine Dosis eines potenziellen Medikamentes an Freiwillige verabreicht. Die Dosis ist so klein, dass sie bei den Testpersonen keinen Schaden anrichten kann. Anschließend werden die Ergebnisse für bestimmte, für den Forscher wichtige Bereiche, gemessen.

 

Computerprogramme: Komplizierte Programme werden mit menschlichen Daten gefüttert und die Wirkung einer Substanz, z.B. ein Herzmedikament, simuliert. Man erhält damit Aussagen über bestimmte Vorgänge im menschlichen Körper.

 

Auswertung von Patientendaten: Beobachtung des Krankheitsverlaufs und Datenvergleich von kranken mit gesunden Menschen liefern wertvolle Informationen.

 

Bevölkerungsstudien: Mit Untersuchungen an Gruppen von Menschen, können die Zusammenhänge zwischen bestimmte Krankheiten und deren Lebensumstände (Arbeit, Ernährung, Gewohnheiten etc.) aufgedeckt werden. So wurde zum Beispiel erkannt, das Tabak schädlich für Menschen ist.

 

Operationstechniken: Natürlich müssen Ärzte, die Menschen oder auch Tiere operieren, diesen Vorgang üben. Hierfür müssen häufig Tiere herhalten, welche zum Üben aufgeschnitten und operiert werden. Aber auch hierfür gibt es viel besser Möglichkeiten, z.B. den sogenannten „Trauma-Mann“. Das ist ein Modell eines Menschen, an dem sich alle Vorgänge viel besser simulieren lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das sind doch schon wirklich eine ganze Menge an Tierfreien Forschungsmethoden!

 

Um die Tierversuche ganz abzuschaffen, muss die Entwicklung solcher Methoden jedoch noch weiter vom Staat gefördert werden!

 

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.