Kontakt       Impressum       Datenschutz

Nützlich oder nutzlos

 

Hast Du schon einmal gehört, dass Leute behaupten Tierversuche müssen

sein, ohne Tierversuche müssen Menschen sterben oder, Ohne Tierversuche

hätten wir keine Medikamente? Tierexperimentatoren sagen, wenn man Tierversuche macht und danach irgendwann ein Medikament für Menschen

findet, dann beweist das, dass Tierversuche nützlich und nötig sind.

 

 

Beweise, dass Tierversuche sein müssen, gibt es überhaupt nicht. Es gibt aber Beweise dafür, dass Tierversuche sehr oft gar nichts nützen oder dass sie sogar schaden. Deshalb ist es nötig alle, nicht nur ein paar Tierversuche, ganz genau zu überprüfen.

Wenn Du mehr darüber wissen willst, klicke hier.

 

Was Tierversuche und Pommes gemeinsam haben:

Etwas zu essen zu haben, um satt zu werden, ist eine wichtige Sache. Wir könnten zum Beispiel angebrannte Pommes essen. Davon werden wir satt. Aber ist das der Beweis dafür, dass angebrannte Pommes nützlich und nötig sind, damit Menschen satt werden können? Von angebrannten Pommes kann man sogar Krebs bekommen, auch wenn man davon satt wird. Es gibt aber viel leckerere und gesündere Dinge, von denen man auch satt werden kann. Das versteht man sofort, oder?

Bei Tierversuchen denken manche Menschen aber nicht so logisch. Denn wenn ein Medikament zuerst bei Tieren und danach bei Menchen angewendet wird und eine erwünschte Wirkung hat, dann beweist das nicht, dass die Tierversuche dafür sinnvoll und nötig waren. Vielleicht hat das neue Medikament beim Menschen schädliche Wirkungen, die man nicht sofort erkennt - so wie das mit der Krebsgefahr durch verbrannte Pommes ist. Und außerdem hätte man ja auch anders als mit Tierversuchen forschen können. Hier erfährst Du mehr über gute und moderne Forschungsmöglichkeiten.

 

Ich glaube, die Menschen haben Angst davor, dass es ohne Tierversuche keine Medizin mehr gibt. Und wer Angst hat, kann nicht richtig denken. Bei Hunden ist das auch so: Ayse bekommt total schnell Panik. Dann vergisst sie alles, was sie gelernt hat und rennt einfach los. Sie rennt dann gegen Türen und würde auch vor ein Auto laufen, wenn sie nicht an der Leine wäre. So ähnlich wird das mit Menschen auch sein, wenn man ihnen Angst macht.

 

Sehen wir uns Tierversuche also einmal genauer an. Normalerweise wird die Nützlichkeit von Tierversuchen nicht überprüft. Die Tierexperimentatoren behaupten, das ginge nicht und anscheinend glauben ihnen viele Menschen auch das einfach so - ohne Beweise. Anders ist es kaum zu verstehen, dass die Politiker Tierversuche immer noch erlauben.

 

Alles sehr komisch: Sie sagen Tierversuche müssen sein aber ob die überhaupt etwas nützen, kann man nicht überprüfen. Das klingt ziemlich unlogisch. Alles kann geprüft werden, nur Tierversuche nicht?

 

Wie Harry dachten auch ein paar kluge Wissenschaftler, zum Beispiel in Australien, England und Deutschland. Bleiben wir bei den deutschen Forschern: in Deutschland müssen Tierexperimentatoren bestimmte Tierversuche zuerst beschreiben und genehmigen lassen. Die deutschen Forscher sahen sich nun die Beschreibungen von 51 verschiedenen Tierversuchen an.

Bei einem einzigen Tierversuch können tausende Tiere „verbraucht“ werden. Es geht also um viel mehr als 51 Tiere.

 

Zehn Jahre später sahen sie nach, ob durch diese Versuche neue Behandlungsmethoden gefunden worden waren. Das Ergebnis war: auch 10 Jahre später war durch keinen einzigen der vielen Versuche eine neue Behandlungsmethode für kranke Menschen gefunden worden.

 

                               

 

Aber das ist noch nicht alles. Die Wissenschaftler entdeckten, dass etwas, das im Tierversuch schädlich war, trotzdem an Menschen ausprobiert wurde. Dabei sollen Tierversuche Menschen ja angeblich schützen. Man benutzt die Tiere sozusagen als Vorkoster. Wenn sie sterben, gibt man den Stoff Menschen nicht mehr, weil man glaubt, dass er auch für Menschen giftig ist. Wenn die Tierexperimentatoren nun für Tiere schädliche Stoffe trotzdem bei Menschen anwenden, was sollten dann die Tierversuche?

 

Wir finden das zeigt, dass die Tierexperimentatoren selbst nicht daran glauben, dass ihre Versuche nützlich und nötig sind. Oder sie setzen die Menschen absichtlich großen Gefahren aus!

 

Tierexperimentatoren hatten zum Beispiel Hunden zuerst die Knochen gebrochen und die dann mit einem Metallstück wieder zusammengeschraubt. Die Hunde vertrugen das Metallstück nicht und bekamen davon Krebs. Es wurde danach trotzdem bei Menschen benutzt und verursacht hier keinen Krebs.

 

                         

 

Die Forscher stellten auch fest, dass die Tiere bei den meisten Versuchen mehr leiden, als die Experimentatoren zugeben. Man hat herausgefunden, dass Menschen, die Lebewesen regelmäßig Leiden zufügen, dadurch abstumpfen und Leiden dann nicht mehr bemerken.

 

Übrigens waren die Ergebnisse der Versuche umso schlechter, je mehr die Tiere gelitten haben. Bei der Krebsforschung waren die Ergebnisse ganz besonders wenig wert.

 

Die Tiere sind also vergeblich gestorben. Und das ganze Geld für die Versuche ist auch weg. Und man hat viel Zeit verloren, in der man tierversuchsfrei hätte forschen können. In anderen Ländern ist man zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen. Wenn es ein Register, eine Datenbank, für Tierversuche gäbe, in der alles wichtige bekannt gemacht werden muss, dann könnte jeder Mensch nachlesen, ob sie nützen oder schaden, was sie kosten und wie es den Tieren bis zu ihrem Tod ergangen ist.

 

Oh, ohhh, das würde für die Tierexperimentatoren bestimmt ganz schön peinlich werden! Der Krebsforscher Dr. Richard Klausner sagt: Seit Jahrzehnten heilen wir Krebs bei Mäusen, aber beim Menschen klappt es einfach nicht“.

 

Natürlich finde ich, dass Tierversuche abgeschafft werden sollen. Eine Datenbank mit allen Tierversuchen ist wichtig, damit die Wahrheit über Tierversuche nicht länger geheim gehalten werden kann.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Prüfe Dein Wissen:

 

1. Kannst Du Dir vorstellen, warum Menschen  glauben, dass Tierversuche nötig sind?

 

2. Fass´  noch einmal kurz zusammen, was die Wissenschaftler über Tierversuche herausgefunden haben.

 

3. Warum geben Tierexperimentatoren die Leiden, die sie den Tieren zufügen, geringer an, als sie wirklich sind? Kannst Du Dir noch andere Gründe vorstellen, als den, der im Text genannt wird?

 

 

Hier findest du noch weitere Informationen über wissenschaftliche Studien.

 

Wenn Du irgendwann, vielleicht wenn Du älter bist, diese Forschungsarbeiten einmal selbst lesen willst, dann findest Du sie hier: Pound, P. et al, Where is the evidence that animal research benefits humans? BMJ 2004, 328, 514-517; Lindl, T. et al, Tierversuche in der biomedizinischen Forschung, ALTEX 3, 2005, 143-151; Knight, A. et al, Animal carcinogenicity studies: Poor human predictivity in ALTEX 22, Special Issue 2005, 344

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.