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Operationen

 

Operationstechniken

Stell Dir vor, ein Arzt, der vorher an einer Ratte oder einem Schwein geübt hat, will Dir die Mandeln oder den Blinddarm entfernen. Wie würdest Du Dich da fühlen?

Viele Menschen vertrauen den Ärzten nicht, die in einem Augenblick Tiere verletzen und etwas später dann Menschen operieren. Sie befürchten, dass die Ärzte durch Tierversuche wenig lernen und dabei auch abstumpfen. Sie empfinden dann vielleicht für Tiere und für Menschen kein Mitgefühl mehr. Das wurde auch schon wissenschaftlich nachgewiesen. Untersuchungen, auch in Deutschland, haben außerdem ergeben, dass Tierexperimentatoren die Leiden, die sie den Tieren zufügen, sehr oft zu gering einschätzen.

 

Beispiel Knochenbrüche

An manchen großen Krankenhäusern werden z.B. Schafen oder Hunden die Beine gebrochen oder die Wirbelsäule wird verletzt. Danach versucht man die Knochen wieder zusammenzuschrauben und beobachtet die Tiere. Allerdings belasten Menschen ihre Knochen völlig anders, als Tiere und auch die Art der Fortbewegung ist vollkommen unterschiedlich. Hunde und Schafe laufen auf vier Beinen und tragen ihren Kopf vorne, Menschen gehen aufrecht auf zwei Beinen, können Arme und Beine in alle Richtungen bewegen und der Kopf sitzt oben auf ihrer Wirbelsäule. Deshalb sind solche Versuche ziemlich sinnlos.

Tierversuchsfrei: Sinnvoller ist es, bereits bekannte Tatsachen über Knochenheilung beim Menschen mit Versuchen an Knochen von Toten, Belastungsproben im Labor und Computermethoden zu kombinieren.

 

Beispiel Herzoperationen:

Für Herzoperationen werden besonders oft Hunde und Schweine „benutzt“. Dabei werden den Tieren zum Beispiel Schläuche und Drähte ins Herz operiert. Danach werden dann oft bei vollem Bewusstsein und ohne Schmerzmittel grausame Versuche mit ihnen gemacht. Man kann die Blutgefäße ihrer Herzens verschließen und damit künstlich Herzanfälle auslösen.

 

Auch bei Herzoperationen und in vielen anderen Bereichen bestehen große Unterschiede zwischen Mensch und Tier. Kranke Menschen sind oft verzweifelt und in Panik. Die Tierversuchsmedizin verspricht ihnen Hilfe durch Tierversuche. Doch bis heute hat nie jemand beweisen können, dass auch nur ein einziger Mensch durch Tierversuche gerettet wurde. Die Hoffung auf Heilung durch die Leiden von Tieren ist oft vergeblich. Tierversuche täuschen außerdem die Ungefährlichkeit neuer Behandlungsmethoden vor, die in Wirklichkeit gar nicht sicher sind. Deshalb sind Tierversuche auch für Menschen gefährlich.

 

An dem Herzen in diesem Kunststoffbrustkorb können viele Ärzte Herzoperationen üben.

Foto: Altex

 

Tierversuchsfrei: Statt Tiere mit grausamen Operationen zu quälen, kann man z.B. den Körper des Menschen naturgetreu aus Kunststoff nachbauen, die Blutgefäße mit einer blutähnlichen Flüssigkeit durchspülen und neue Operationstechniken daran üben. In der Schweiz wurde auf diese Weise ein Trainingsmodell für Operationen an den Blutgefäßen des Herzens entwickelt. In einem künstlichen Brustkorb befindet sich ein schlagendes Herz, welches unterschiedlich schnell Blut pumpen kann. Dieses Modell kann - im Gegensatz zu Tieren, die bei solchen Versuchen sterben – immer wieder verwendet werden. Es ist »pflegeleicht« und entspricht genau dem Körperbau eines Menschen. Man kann an diesem Modell sogar verschiedene Schwierigkeitsgrade einer Operation einstellen. In ähnlicher Weise kann man die Organe gestorbener Menschen oder Tiere mit einer blutähnlichen Flüssigkeit durchströmen und daran Versuche machen oder Operationen üben.

 

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Prüfe Dein Wissen:

 

1. Erkläre, was mit Ärzten passieren kann, die Tieren Leiden zufügen.

 

2. Erkläre das Beispiel für die tierfreie Herzoperation mit eigenen Worten.

 

Harry hilft Tieren ist ein Projekt von Ärzte gegen Tierversuche e.V.